In meinem Blogeintrag „Abnehmen war schon immer ein Teil von mir“ habe ich bereits erläutert, wie meine Ernährungsumstellung gelungen ist. Der Weg war aber noch lange nicht zu Ende gegangen. Vor knapp sieben Jahren nämlich wurde ich zur Vegetarierin. Mir war es vor allem aus ethischen Aspekten ein großes Anliegen auf Fleisch zu verzichten. Aber auch, weil ich generell nie viel Fleisch gegessen hatte und beim Anblick eines Spanferkels sowieso nichts mehr runterbrachte. Meine Mama arbeitete als Metzgereifachverkäuferin und es war üblich, dass dort nebenan im Schlachthaus geschlachtet wurde. Es war fürchterlich die Schweine jedes Mal vor Angst quieken zu hören, wenn ich dort war und sie in einem kleinen Anhänger im Hof standen, um auf darauf zu warten ihrem Schicksal ins Auge zu sehen. Um getötet zu werden.

Einige Jahre blieben mir die Vorteile für die Umwelt, aber auch die gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen oder gar veganen Ernährung verwehrt, weil ich mich schlicht und ergreifend nicht damit beschäftigte. Nach und nach kam ich vor allem durch Videos, Instagram und Eigenrecherchen immer mehr auch mit diesen Themen in Berührung. Vor allem wurde ich immer mehr auf den Veganismus aufmerksam. Ich stellte gegen Ende meines „Vegetarier-Daseins“ fest, dass einige Gerichte, die ich kochte, sogar vegan waren. Jedoch konnte ich mir nicht vorstellen auf Käse in jeglicher Form und Rührei oder ein weich gekochtes Frühstücksei am Sonntagmorgen zu verzichten. Trotzdem lief ich schon länger mit den Gedanken durch den Supermarkt, dass Bio-Eier oder Bio-Milch wahrscheinlich keine Lösung sind, um den Massenkonsum zu stoppen.

Doch so ganz wollte das alles vor drei Jahren noch nicht in meinen Kopf hinein. Bis in einigen Videos immer wieder auf den Stoff Casein aufmerksam gemacht wurde. Das ist ein Stoff im Käse, der den Körper süchtig nach Käse macht. Immer mehr wurde mir durch meine Recherchen bewusst, dass mein Körper Milchprodukte und Eier wohl gar nicht braucht. Dass sie ihm womöglich sogar mehr Schaden, als Nutzen bringen. Die Tatsache, den Fleischkonsum bis dato bereits eingestellt zu haben, rechnete ich mir als großen Pluspunkt an, da ich herausfand, dass Fleisch wahrscheinlich krebserregend sei. Schlussendlich beschloss ich vor knapp zwei Jahren der pflanzenbasierten Ernährung eine Chance zu geben. Ich brauchte die letzten Milchprodukte und Eier auf und kaufte danach keine mehr nach.

Der Plan ging auf. Ich ernähre mich nun seit fast zwei Jahren pflanzenbasiert. Es gibt sehr seltene Ausnahmesituationen, in denen ich auf vegetarische Gerichte zurückgreife, wie zum Beispiel bei Hochzeiten. Daher würde ich mich nicht als Veganerin bezeichnen, sondern als pflanzenbasierte Esserin. Doch wenn man so will esse ich zu 97% vegan. Ja genau 97% ;). In Punkto Kleidung konsumiere ich ebenfalls deutlich weniger. Leder, Schafswolle und Ähnliches boykottiere ich bis dato. Als Vegetarierin habe ich zudem bereits darauf geachtet, dass Kosmetik und Körperpflege vegan und tierversuchsfrei sind. Ich bin absoluter Meinung, dass sich heutzutage jeder ausreichend über Produkte, Kleidung und Lebensmittel und deren Ursprung und Inhaltsstoffe informieren kann!

Für mich persönlich ist meine derzeitige Ernährungsform die Beste. Ich bin jedoch auch der Meinung, dass nicht jeder genauso leben möchte. Die Menschen sind bunt – überhaupt – und so auch in ihrer Ernährung und das ist gut so! Ich selbst habe als Vegetarierin mit einem gesünderen und bewussteren Lifestyle begonnen. Trotzdem ist „plantbased“ ein Teil von mir und vielleicht kann ich dich mit meinen Rezepten dazu inspirieren, das ein oder andere auszuprobieren und deine Ernährung bunter zu gestalten. Das Experimentieren mit neuen Lebensmitteln, das Zurückgreifen auf viel mehr frisches Obst und Gemüse und das Kennenlernen neuer Gewürze wurde definitiv durch die pflanzenbasierte Ernährung intensiver. Dazu möchte ich dich gerne einladen!

1 Comment

  • Alina
    Posted 29. April 2019 17:12 0Likes

    Liebe Tanja,
    wirklich interessant wie sich deine Ernährung im Laufe der Zeit so geändert hat. Bei mir ist es ganz anders. Ich habe früher, in meiner Kindheit & Jugend viel Fleisch gegessen, in meiner späten Jugend und als junge Erwachsene dann so gut wie gar nicht mehr und mittlerweile esse ich zwar wieder mehr Fleisch als früher, sehe dieses aber als „Luxusgut“ an und kaufe nur frisches Fleisch und kein abgepacktes. Das Thema Fleisch ist ja bekannterweise allgemein sehr umstritten und jeder hat eine andere Meinung und ein anderes Anliegen hierzu, aber ich denke jeder wird für sich selber den richtigen Weg finden.

    Auf deine pflanzenbasierten Rezepte bin ich aber definitiv gespannt und vielleicht werde ich das eine oder andere sogar ausprobieren. Denn Gemüse und Obst esse ich für mein Leben gern 🙂

    Ich denke eine ausgewogene Ernährung und fokussiertes Essen sind der richtige Weg und da muss jeder für sich selber einfach den passenden Mix finden.

    Liebe Grüße <3

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